Im Mittelpunkt des Austauschs stand die Frage, wie die Potenziale der afrikanischen Diaspora in Deutschland noch stärker für eine nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit genutzt werden können. Vertreterinnen und Vertreter aus Vereinen, migrantischen Unternehmen, Institutionen und der Zivilgesellschaft kamen zusammen, um Erfahrungen auszutauschen, gemeinsame Herausforderungen zu benennen und neue Perspektiven für zukünftige Kooperationen zu entwickeln.
Mit der Inaugural Conference 2019 legte das AME-Institut den Grundstein für einen langfristigen Dialog über die Rolle der afrikanischen Diaspora in der Entwicklungszusammenarbeit. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Thema erneuerbare Energien. In der Eröffnungsrede zeigte Jens Eckhoff auf, welche Chancen nachhaltige Energieversorgung für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung afrikanischer Länder bietet. Dabei wurde deutlich, dass der Ausbau erneuerbarer Energien nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leistet, sondern auch neue Möglichkeiten für lokale Wertschöpfung, Bildung und Beschäftigung schafft.
Ein weiterer Fokus lag auf der stärkeren Vernetzung afrikanischer Migrantinnen und Migranten in Bremen sowie der Zusammenarbeit mit migrantischen Unternehmen. Die Teilnehmenden diskutierten, wie vorhandene Kompetenzen, berufliche Erfahrungen und unternehmerische Netzwerke gezielt genutzt werden können, um Entwicklungsprojekte in den Herkunftsländern nachhaltig zu unterstützen und gleichzeitig das gesellschaftliche Engagement in Bremen zu stärken.
Aus den Diskussionen entstanden konkrete Ansätze für die Weiterentwicklung des Programms. Ziel ist es, Menschen der afrikanischen Diaspora in Bremen zu empowern, ihre Kompetenzen sichtbar zu machen und gemeinsam Projekte zu entwickeln, die langfristig in afrikanischen Partnerländern umgesetzt werden können. Dabei stehen Wissenstransfer, nachhaltige Partnerschaften und die Förderung lokaler Initiativen im Mittelpunkt.
