Mit der Arbeitsmarkt-Lotsenschulung initiierte das AME-Institut im Jahr 2019 ein Qualifizierungsprojekt, das Zugewanderte dabei unterstützen sollte, sich besser im deutschen Arbeitsmarkt- und Sozialsystem zurechtzufinden. Das Schulungskonzept wurde eigenständig vom AME-Institut entwickelt und zielte darauf ab, engagierte Menschen als Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für ihre Communities auszubilden.
Für die Durchführung stellte das IQ Netzwerk die Räumlichkeiten zur Verfügung und unterstützte damit die praktische Umsetzung der Schulungen. Über einen Zeitraum von drei Monaten erhielten die Teilnehmenden fundierte Kenntnisse zu den wichtigsten Themen des deutschen Arbeitsmarktes. Dazu gehörten unter anderem Informationen zu Behörden, Beratungsangeboten, Bewerbungsverfahren, Qualifizierungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie zur Orientierung im deutschen Bildungs- und Beschäftigungssystem.
Insgesamt konnten 15 Arbeitsmarkt-Lotsinnen und Lotsen erfolgreich ausgebildet werden. Sie sollten ihr erworbenes Wissen anschließend direkt an Zugewanderte weitergeben, Orientierung bieten und den Zugang zu bestehenden Unterstützungsangeboten erleichtern.
Im Mittelpunkt des Austauschs stand die Frage, wie die Potenziale der afrikanischen Diaspora in Deutschland noch stärker für eine nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit genutzt werden können. Vertreterinnen und Vertreter aus Vereinen, migrantischen Unternehmen, Institutionen und der Zivilgesellschaft kamen zusammen, um Erfahrungen auszutauschen, gemeinsame Herausforderungen zu benennen und neue Perspektiven für zukünftige Kooperationen zu entwickeln.
Mit der Inaugural Conference 2019 legte das AME-Institut den Grundstein für einen langfristigen Dialog über die Rolle der afrikanischen Diaspora in der Entwicklungszusammenarbeit. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Thema erneuerbare Energien. In der Eröffnungsrede zeigte Jens Eckhoff auf, welche Chancen nachhaltige Energieversorgung für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung afrikanischer Länder bietet. Dabei wurde deutlich, dass der Ausbau erneuerbarer Energien nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leistet, sondern auch neue Möglichkeiten für lokale Wertschöpfung, Bildung und Beschäftigung schafft.
Ein weiterer Fokus lag auf der stärkeren Vernetzung afrikanischer Migrantinnen und Migranten in Bremen sowie der Zusammenarbeit mit migrantischen Unternehmen. Die Teilnehmenden diskutierten, wie vorhandene Kompetenzen, berufliche Erfahrungen und unternehmerische Netzwerke gezielt genutzt werden können, um Entwicklungsprojekte in den Herkunftsländern nachhaltig zu unterstützen und gleichzeitig das gesellschaftliche Engagement in Bremen zu stärken.
Aus den Diskussionen entstanden konkrete Ansätze für die Weiterentwicklung des Programms. Ziel ist es, Menschen der afrikanischen Diaspora in Bremen zu empowern, ihre Kompetenzen sichtbar zu machen und gemeinsam Projekte zu entwickeln, die langfristig in afrikanischen Partnerländern umgesetzt werden können. Dabei stehen Wissenstransfer, nachhaltige Partnerschaften und die Förderung lokaler Initiativen im Mittelpunkt.
Mit dem Projekt „Stärkung der Mitarbeiterkompetenzen von Afrika ist auch in Bremen e. V.“ verfolgte das AME-Institut das Ziel, die fachlichen und organisatorischen Kompetenzen von Mitarbeitenden und ehrenamtlich Engagierten in Migrantenorganisationen nachhaltig auszubauen. Durch einzelne Workshops sollten die Teilnehmenden befähigt werden, Vereinsarbeit professioneller zu gestalten, Projekte erfolgreich umzusetzen und die Zusammenarbeit innerhalb ihrer Organisationen weiterzuentwickeln.
Im Mittelpunkt der Qualifizierung standen Schulungen in den Bereichen Vereinsmanagement, Projektmanagement und Diversity Management. Die Teilnehmenden erhielten praxisnahes Wissen zu Vereinsstrukturen, Projektplanung, Finanzierungsmöglichkeiten, Öffentlichkeitsarbeit sowie zur interkulturellen Zusammenarbeit und Kommunikation. Gleichzeitig wurden Methoden vermittelt, um Projekte zielgerichtet zu planen, Fördermittel effizient einzusetzen und ehrenamtliches Engagement nachhaltig zu organisieren.
Das Projekt bot den Mitarbeitenden die Möglichkeit, ihre fachlichen und persönlichen Kompetenzen weiterzuentwickeln und neue Werkzeuge für ihre tägliche Arbeit zu erwerben. Langfristig trug die Qualifizierung dazu bei, die organisatorischen Strukturen der beteiligten Organisationen zu stärken und ihre Arbeit professioneller auszurichten. Die erworbenen Kenntnisse konnten unmittelbar in die Vereinsarbeit einfließen und bilden bis heute eine wichtige Grundlage für die Planung und Umsetzung neuer Projekte.
Im Vorfeld der Präsidentschaftswahl in Nigeria veranstaltete das AME-Institut im Jahr 2018 eine öffentliche Diskussionsveranstaltung, um den Austausch über die politische und wirtschaftliche Entwicklung des Landes zu fördern. Ziel war es, Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft und der afrikanischen Diaspora zusammenzubringen und die Bedeutung politischer Stabilität für eine erfolgreiche Entwicklungszusammenarbeit zu beleuchten.
Die Veranstaltung wurde mit einer Begrüßungs- und Eröffnungsrede von Ulrike Hiller, Staatsrätin und Mitglied der SPD, eröffnet. Sie ging auf die Bedeutung der afrikanischen Migrantinnen und Migranten für das gesellschaftliche Leben in Bremen sowie auf ihren Beitrag zur internationalen Zusammenarbeit ein.
Ein zentraler Fachvortrag wurde von Prof. Ruben Alabi gehalten. Er analysierte die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Nigeria und erläuterte, welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen, um nachhaltige Entwicklung, Investitionen und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern. Dabei wurde deutlich, dass politische Stabilität eine wesentliche Grundlage für wirtschaftliches Wachstum und erfolgreiche Entwicklungszusammenarbeit ist.
Als besonderer Gast nahm der Botschafter der Bundesrepublik Nigeria, Yusuf Maitama Tuggar, an der Veranstaltung teil. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der afrikanischen Diaspora sowie Gästen aus Politik und Gesellschaft diskutierte er über aktuelle Herausforderungen und Perspektiven für Nigeria. An der Diskussion beteiligte sich außerdem Birgit Beckmann als Vertreterin der Bremischen Bürgerschaft.
Im Mittelpunkt des Austauschs standen die Frage, wie politische Stabilität in Nigeria gestärkt werden kann, sowie die Möglichkeiten einer intensiveren Zusammenarbeit zwischen der nigerianischen Diaspora in Bremen und staatlichen Institutionen. Die Teilnehmenden erörterten Wege, wie Migrationserfahrungen, Fachwissen und internationale Netzwerke dazu beitragen können, Entwicklungsprozesse in Nigeria nachhaltig zu unterstützen.
Die Veranstaltung bot einen wichtigen Raum für den direkten Dialog zwischen dem nigerianischen Botschafter und Mitgliedern der afrikanischen Community in Bremen. Sie stärkte den gegenseitigen Austausch, förderte das Verständnis für die politischen Entwicklungen in Nigeria und unterstrich die wichtige Rolle der Diaspora als Brücke zwischen Deutschland und Afrika.


